Zu spät ist zu spät...

Die Geschehnisse der Weihnachtsnacht in St. Bernhard

Die Erfahrung des Zu-Spät-Seins und dessen Folgereaktionen musste der Große Engel Angelika am Heilig Abend in St. Bernhard erleben. Wären da nicht die kleinen Engel, die Knirpse des Kleinkinder-chors, gewesen. ...
Wegen einer zu groß angelegten Putzaktion mit seiner Engelschar hatte der Große Engel ganz verges-sen, für Maria und Josef eine vernünftige Unterkunft zu besorgen. Zudem sollte alles für die Geburt des Jesuskindes schon längst vorbereitet sein. Erst durch den Hinweis von Jule und Jörg Emonds, den beiden objektiven Betrachtern zwischen Himmel und Erde, fiel dem Großen Engel dies wieder ein. Deshalb schickte der Große Engel schnell die beiden kleinen Engel Paula und Theo los, um in Bethle-hem alles zu regeln. Aber zu spät ist eben zu spät! Und so saßen Josef, auch Frederik genannt und Ma-ria alias Sophie in derselbigen Nacht auf der Straße. Zum Glück fiel der Engelschar noch eine Lösung ein. Allerdings musste dazu der Wirt Timeo überzeugt werden. Aufgrund der Dringlichkeit war es di-rekt eine kleine Engeldelegation, die der Große Engel damit beauftragte. Engel Paula, Jaron und Lena leisteten dann auch wahre Überzeugungsarbeit. Insbesondere die emsige Lena ließ nicht eher locker, bis Timeo in den Plan einwilligte, den beiden Obdachlosen seinen Stall als Notunterkunft anzubieten.
Wie es dann immer so ist; auch zwei Hirten waren zu spät. Hirte Friedrich und Anton hatten sich ver-laufen. Auch hier musste der Große Engel eingreifen. Inzwischen putzte keiner der kleinen Engel mehr, auch die kleinsten Engel Max und Joshua hatten damit aufgehört. Denn nun war Eile geboten. Die jetzt quirlig gewordene Engelschar führte die beiden verirrten Hirten schnell noch zurück auf den rech-ten Weg zum Stall. Nur Hirte Noah war bereits pünktlich im Stall dagewesen. Ihm fiel dann auch auf, dass das Jesuskind nichts anhatte und Maria es erst einmal warm anziehen sollte.


Aber Ende gut, alles gut!
Alle, vor allem aber der Große Engel Angelika, waren erleichtert und froh. Engel, die beiden Beobachter und Wirt Timeo gingen gemeinsam zur Krippe um das Jesuskind zu sehen. „Das muss gefeiert wer-den!“ fand Wirt Timeo und lud alle kleinen Engel zu Milchbrötchen und Saft in den Stall ein.

In St. Bernhard ist es schon zu einer Tradition geworden, dass der Kleinkinderchor Jurek’s Knirpse das Krippenspiel in der Familienmesse am Heilig Abend gestaltet. Wie jedes Jahr kamen auch motivierte Mitspieler aus den Kitas aus St. Paulus und St. Aegidius hinzu. Unter der Regie von Sandra Emonds und Choreografie von Angelika Horstmeyer ließen die Kinder mit Eifer und Freude die Geschehnisse der Weihnachtsnacht in der St. Bernhard lebendig werden. „So war für Klein und Groß Weihnachten ganz nah!“ freute sich Chorleiter Jurek Kukula.