Einladung zur Ausstellungseröffnung "Frei_Raum Schwarze Schatten - Tusche wider das Vergessen"

Die Kirchengemeinde St. Thomas Morus lädt Sie zur Ausstellungseröffnung "Frei_Raum Schwarze Schatten - Tusche wider das Vergessen" zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

Unter dem Link
https://zoom.us/j/97877352480?pwd=VEIxZStkWHNpZ0RLS2dNejAwekJuUT09
können Sie der Veranstaltung beitreten.

Meeting-ID: 978 7735 2480
Kenncode: 608657

Schirmherrschaft: Dr. Margaret Traub
(Vorsitzende der Synagogengemeinde Bonn)
Heinz M. Müller (Zeichnungen)
Lothar Scheidt (Texte)

Mit großem Ernst und notwendigem Einfühlungsvermögen
hat sich Heinz M.
Müller in seinen Tuschezeichnungen den
Themen „Krieg. Shoah. Vernichtung. Verdrängung.
Vertuschung. Entwurzelung.“
aus der schwärzesten Zeit deutscher
Geschichte angenommen. Zwar bildet in
ihnen die Shoah einen Schwerpunkt. Sie
nehmen aber auch weitere Verbrechen
gegen Menschlichkeit und Menschenwürde
des Naziregimes und des von ihm
angezettelten Weltkrieges in den Blick.
Zugleich wird dem Leid der Menschen
in gegenwärtigen Konflikten, Krisen und
Kriegen gedacht. Die Bilder sind vom
katholischen Glauben des Künstlers geprägt.
Bedienen sich christlicher Symbolik.
Sie wollen jedoch keinesfalls vereinnahmen.
Die Bilder haben Lothar Scheidt zu
begleitenden Texten inspiriert. In jeweils
acht Verszeilen wird versucht, die Bildnisse
subjektiv zu deuten. Grauen und
Entsetzen, die dem Dargestellten zugrunde
liegen, in Sprache fassen zu wollen.
Die Gedichte können Anstöße bieten. Sie
sollen Raum für eigene Gedanken lassen.
Nicht beabsichtigt ist eine letztgültige
Interpretation der Zeichnungen.
Bilder und Texte versuchen die richtigen
Lehren aus der Vergangenheit zu
ziehen: Jüdisches Leben nicht anzugreifen
und nicht in Frage zu stellen. Jegliches
Leben nicht anzugreifen und nicht
in Frage zu stellen. Es geht uns darum,
das Menschensein, was uns alle verbindet,
als solches herauszustellen. Ob
Jude, Christ, Muslim, Agnostiker, Atheist.
Gleich welcher Nationalität und Hautfarbe.
Wo anders könnten Bitte um Vergebung
und Wunsch nach Versöhnung
stärker wirken und nachhallen als ausgerechnet
in einem Gotteshaus.
Das Vergessen-Wollen muss durch
das niemals Vergessen-Dürfen ersetzt
werden. Antisemitismus und Rassismus
grassieren immer noch in unserer Gesellschaft.
Wir müssen daher stets aufmerksam
sein. Den Anfängen wehren. Demagogen
und Ewiggestrigen energisch
widersprechen.
Wenn die Ausstellung dazu ein kleines
Stück beitragen kann, hat sie ihr Ziel erfüllt.
Das Projekt [freiraum]:
ist eine Veranstaltungsreihe
der katholischen Kirchengemeinde
St. Thomas Morus.
Die Bänke sind aus unseren Kirchen
St. Bernhard und St. Laurentius für einen
begrenzten Zeitraum herausgeräumt.
Aus praktischen Gründen: eine Bestuhlung
erlaubt eine flexiblere Nutzung des
Kirchenraumes – auch über den Gottesdienst
hinaus.
Gleichzeitig werden wir unsere Kirchen
mit neuen Augen sehen lernen: Eine
leere Kirche – ohne Sitz- und Kniebänken
– hat keine Gänge mehr.
Man kann sich überallhin bewegen.
Ein völlig neues und einzigartiges
Raumgefühl entsteht und eröffnet ungewohnte
Bewegungsmöglichkeiten und
neue Sichtweisen.
Füllen wir den entstandenen Freiraum
mit Leben:
[frei_raum]:

Ausstellungsort:
St. Bernhard, Eupener Straße 26, 53117 Bonn-Auerberg
Dauer der Ausstellung:
19.04.2021 bis 14.05.2021
Öff nungszeiten:
montags bis freitags von 17:00 bis 19:00 Uhr
Virtuelle Eröff nung der Ausstellung:
Sonntag, 18.04.2021, 11:00 Uhr


Den zugehörigen Link fi nden Sie unter:
http://www.thomas-morus-bonn.de
Wir danken von ganzem Herzen Frau Dr. Margaret Traub
für die Übernahme der Schirmherrschaft.
Wir danken außerdem den Damen und Herren der Gesellschaft
für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bonn
für ihre wertvollen Hinweise bei der inhaltlichen Vorbereitung
der Ausstellung. Ganz besonderer Dank gebührt
Herrn Pfarrer i.R. Ulrich Thomas für die Vermittlung seiner
profunden Kenntnisse und Einsichten zum christlich-jüdischen
Dialog.
Wir bitten beim Besuch der Ausstellung, die aktuell gültigen
Corona-Schutzregeln zu beachten.

 

Facebook: freiraum.thomasmorus

Instagram: @freiraum.thomasmorus

 

Kontakt:
Kath. Kirchengemeinde St. Thomas Morus
Ralf Knoblauch, Diakon
Roncallistraße 27
53123 Bonn
ralf.knoblauch@thomas-morus-bonn.de

 

Foto: Heinz M. Müller, Bullay
Gestaltung: Stephan Eickschen, Bonn