St. Aegidius - Kirche und Kirchenausstattung

Die außergewöhnliche Form der modernen, neuen Kirche von Buschdorf zeichnet die gegenüberliegende Straßenkreuzung nach. Gleichzeitig symbolisiert das Bauwerk Kirche in der Form eines eher organischen Kreuzes den Opfertod Christi. Planung: Architekt Professor Joh. Krahn d. Ä., Frankfurt; Ausführung unter Sohn Johannes Krahn (1978-1980). Horizontale und vertikale Fensterbänder verleihen den massiven, beidseits mit Bruchstein verkleideten Wänden außen enorme Leichtigkeit und innen sorgen sie für viel Licht und Weite. Der Kirchturm wirkt, als stütze er die riesige Eingangswand. Ebenfalls zeitgemäß moderne Flachdachbauten vervollständigen das Pfarr-Ensemble.
Die alte Aegidius-Kapelle, ein neugotischer kleiner Backstein-Saalbau, liegt nur wenige Fußminuten entfernt (1869, Diözesanbaumeister Vinzenz Statz, Köln).
Der frühere Weiler Buschdorf gehörte seit dem Mittelalter pfarrlich zur Kirchengemeinde St. Margareta, Graurheindorf. Die Ablösung erfolgte schrittweise bis zur Eigenständigkeit ab 1977. 

Um 1980 schuf der bekannte Kölner Bildhauer Sepp Hürten die Bronze- und Stein-Kunstwerke: zweiseitiges Altarkreuz (toter sowie auferstandener Christus), Zelebrationsaltar, Tabernakelstele, Taufstein, 14 Kreuzwegreliefs, fünfarmiger Marienleuchter mit Rosenmotiv; 1989 folgte das Bronze-Eingangsportal mit Reliefs zum apostolischen Glaubensbekenntnis.
Aus Alt-St.-Aegidius stammt die Pietà, Holz, 20. Jahrhundert, Künstler unbekannt. Der eigenwillige sechseckige Orgelturm (1981) ist der Raumform angepasst und stammt von Klais, Bonn, Werkstück / Opus Nr. 1590.

Text-Quelle: © Christel Diesler in: Diesler u. a., Weihnachtskrippen in 63 Bonner Kirchen und Kapellen, ISBN 978-3-931739-63-8, Hrsg.: Katholisches Bildungswerk Bonn 2014

St. Aegidius

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