Prozessionen

Herz-Jesu-Prozession

Die Herz-Jesu-Prozession der Lessenich-Meßdorfer ist nach den Unterlagen des damaligen Dekanats Hersel eine der ältesten Prozessionen ihrer Art. Sie wurde von Pfarrer Laurent 1708 eingeführt und erhielt unter seinem Nachfolger Pfarrer Johann Adolf Hoynck 1724 die erzbischöfliche Genehmigung.

Der damalige Weg führte am Heiligenhäuschen vorbei (Ecke Roncallistraße / Bahnhofstraße) über die Meßdorfer Straße zum Herz-Jesu-Altar an der Ecke Gielsdorfer und Meßdorfer Straße. Traditionell wurde und wird dort der Segen erteilt.

Geschichtlich nicht eindeutig belegt ist, dass Pfarrangehörige von St. Laurentius im 18. Jahrhundert bei der damals im Rheinland wütenden Pest geschworen haben sollen, man werde jedes Jahr eine Prozession veranstalten, wenn die Gemeinde von der Pest verschont bleibe. Lessenich wurde tatsächlich weitgehend von der großen Pest verschont und so soll das Versprechen der Prozession in die Tat umgesetzt worden sein.

Prozessionsweg: Gut Ostler – Gielsdorfer Str. – Altar: Ecke Messdorfer Str.  – Gielsdorfer Str. – Feldweg – Wilh.-Neuss-Str. – Koernickestr. – Friedhof – Kirche.

Herz-Jesu-Prozession 2015

Herz-Jesu-Prozession 2015     
Herz-Jesu-Prozession 2014

Bittprozession

Früher ging es dabei vor allem um die Abwendung von Naturkatastrophen wie Missernten, Gewitter- und Hagelschäden, Erdbeben, Seuchen, aber auch Krieg.

Auch wenn man heute z. B. Naturkatastrophen nicht mehr als Folgen menschlicher Schuld und Verwirkung des göttlichen Segens ansieht, bitten Gläubige gerade in der Jahreszeit, in der die Saaten aufgehen und von vielen Krankheiten und Schädlingen bedroht sind, den Herrn der Schöpfung um seinen Segen, aber auch für menschliche Anliegen und für das menschliche Schaffen.

Die Bittprozessionen finden in St. Antonius, St. Laurentius und St. Margareta immer montags, dienstags und mittwochs vor Christi Himmelfahrt statt. Die genauen Termine sind im Veranstaltungskalender zu finden.

Bittprozession Kinder St. Laurentius
Bittprozession mit den Kindern der Kindertagesstätte St. Laurentius

Fronleichnam

Was feiern katholische Christen eigentlich, wenn sie "Fronleichnam" begehen? Worum geht es an Fronleichnam?
Es geht – anders als der heute fremd anmutende Name des Festes signalisiert – um die Freude über den auferstandenen, den lebendigen, den gegenwärtigen Jesus, den wir Christen als unseren Herrn bekennen.
"Fron" bedeutete im Mittelhochdeutschen Herr – und "Lichnam / Leichnam" meinte im Mittelhochdeutschen eben nicht den toten, sondern den lebendigen Leib.
Diese Freude über den auferstandenen und im heiligen Brot bleibend gegenwärtigen Jesus fand im 13. Jahrhundert ihren eigenen religiösen Ausdruck in einem Fest, das auf die Vision der jungen Augustinernonne Juliana von Lüttich im Jahr 1209 zurückgeht. Seit 1264 feiern Christen offiziell das kirchliche Hochfest des Leibes und des Blutes Christi – Fronleichnam - das auch wir heute noch begehen.

Herzlich laden wir Sie und Euch alle ein, dabei zu sein bei diesem Fest des Glaubens. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg durch die große Gemeinde!

Von den drei Ausgangspunkten St. Hedwig, St. Laurentius und St. Margareta geht es los. Jesus Christus, der uns alle als Christinnen und Christen verbindet, ist mit uns auf dem Weg und stärkt unser Erleben als Gemeinde, die in seinem Namen zusammen ist. Die drei  Prozessionswege haben ihr Ziel  in St. Thomas Morus, in der Pommernstraße in Bonn-Tannenbusch.

In den Kirchen der drei Ausgangspunkte, St. Hedwig, St. Laurentius und St. Margareta  feiern wir  am Morgen eine Hl. Messe, auch - wenn wegen schlechten Wetters - die Prozession ausfallensollte: in St. Margareta um 8.45 Uhr, in St. Hedwig um 9.30 Uhr undin St. Laurentius um 9.00 Uhr.

Nach der Hl. Messe setzen sich die Prozessionszüge von St. Hedwig, St. Laurentius und St. Margareta aus in Bewegung. In den Kirchen, die auf dem Weg liegen, wird ein kurzer Stationsgottesdienst gefeiert.

Anschließend ziehen die Prozessionszüge weiter Richtung St. Thomas Morus. Die Kommunionkinder können gerne in ihrer Kommunionkleidung an der Prozession teilnehmen. In einzelnen Gemeinden ist es Brauch, die Häuser entlang des Prozessionsweges zu schmücken. Wir freuen uns, wenn dieser Brauch beibehalten oder erweitert wird!

Wenn alle Prozessionszüge angekommen sind, feiern wir gemeinsam in St. Thomas Morus gegen 12.00 Uhr miteinander Eucharistie.

Gehen Sie, kommen Sie mit. Sie sind herzlich eingeladen!

Für das Pastoralteam

Hermann Bartsch

Der 1877 von den Geschwistern Moll gestiftete Herz-Jesu-Altar Ecke Gielsdorfer- Meßdorfer Straße

Der 1877 von den Geschwistern Moll gestiftete Herz-Jesu-Altar Ecke Gielsdorfer- Meßdorfer Straße