Bittprozession

Bittgänge sind ein Jahrtausend altes und geschätztes Zeichen, den Glauben an Gott, an die Macht des vertrauenden Gebetes und die  helfende Fürsprache der Heiligen zu bekunden.

„Warum gehet man in den Processionen um die Fluren, Aecker und Felder?

- Um den gütigen Gott zu bitten, er wolle mit seiner milden väterlichen Hand die Fluren segnen, die Früchte der Erde erhalten, und wie er alle Thiere mit Segen erfüllt, und ihnen ihr Speis zu gelegener Zeit gibt, also auch uns Menschen die nothwendige Nahrung mittheilen.“ heißt es bei Leonhard Goffine 1690 in seinem „Christkatholischen Unterrichtsbuch“.

Die Bitttage machen die Verantwortung für die Schöpfung deutlich.

Aus diesem Grunde laden wir an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt in St. Antonius alle Gemeindemitglieder ganz herzlich zu den Bittprozessionen ein.

Bittprozessionen finden an diesen Tagen auch in St. Laurentius und St. Margareta istatt. Die genauen Termine sind im Veranstaltungskalender zu finden.

Fronleichnam

Was feiern katholische Christen eigentlich, wenn sie "Fronleichnam" begehen? Worum geht es an Fronleichnam?
Es geht – anders als der heute fremd anmutende Name des Festes signalisiert – um die Freude über den auferstandenen, den lebendigen, den gegenwärtigen Jesus, den wir Christen als unseren Herrn bekennen.
"Fron" bedeutete im Mittelhochdeutschen Herr – und "Lichnam / Leichnam" meinte im Mittelhochdeutschen eben nicht den toten, sondern den lebendigen Leib.
Diese Freude über den auferstandenen und im heiligen Brot bleibend gegenwärtigen Jesus fand im 13. Jahrhundert ihren eigenen religiösen Ausdruck in einem Fest, das auf die Vision der jungen Augustinernonne Juliana von Lüttich im Jahr 1209 zurückgeht. Seit 1264 feiern Christen offiziell das kirchliche Hochfest des Leibes und des Blutes Christi – Fronleichnam - das auch wir heute noch begehen.

Herzlich laden wir Sie und Euch alle ein, dabei zu sein bei diesem Fest des Glaubens. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg durch die große Gemeinde!

Von den drei Ausgangspunkten St. Hedwig, St. Laurentius und St. Margareta geht es los. Jesus Christus, der uns alle als Christinnen und Christen verbindet, ist mit uns auf dem Weg und stärkt unser Erleben als Gemeinde, die in seinem Namen zusammen ist. Die drei  Prozessionswege haben ihr Ziel  in St. Thomas Morus, in der Pommernstraße in Bonn-Tannenbusch.

In den Kirchen der drei Ausgangspunkte, St. Hedwig, St. Laurentius und St. Margareta  feiern wir  am Morgen eine Hl. Messe, auch - wenn wegen schlechten Wetters - die Prozession ausfallensollte: in St. Margareta um 8.45 Uhr, in St. Hedwig um 9.30 Uhr undin St. Laurentius um 9.00 Uhr.

Nach der Hl. Messe setzen sich die Prozessionszüge von St. Hedwig, St. Laurentius und St. Margareta aus in Bewegung. In den Kirchen, die auf dem Weg liegen, wird ein kurzer Stationsgottesdienst gefeiert.

Anschließend ziehen die Prozessionszüge weiter Richtung St. Thomas Morus. Die Kommunionkinder können gerne in ihrer Kommunionkleidung an der Prozession teilnehmen. In einzelnen Gemeinden ist es Brauch, die Häuser entlang des Prozessionsweges zu schmücken. Wir freuen uns, wenn dieser Brauch beibehalten oder erweitert wird!

Wenn alle Prozessionszüge angekommen sind, feiern wir gemeinsam in St. Thomas Morus gegen 12.00 Uhr miteinander Eucharistie.

Gehen Sie, kommen Sie mit. Sie sind herzlich eingeladen!

Für das Pastoralteam

Hermann Bartsch

St. Antonius

St. Antonius